Merlin Pott entwickelt einen landschaftsarchitektonischen Entwurfsansatz für ein knapp 18 Hektar großes, bislang weitgehend ungenutztes Industrieareal entlang der Murr. Das Gebiet ist Teil der Internationalen Bauausstellung IBA’27 StadtRegion Stuttgart, die neue Modelle für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung erprobt. Betreut wurde die Bachelor-Thesis von Prof. Udo Weilacher und Pierfrancesco Stella.
Konzeptioneller Kern von Merlin Potts Entwurfs ist die Idee eines „blauen Nervensystems“: Die Murr wird nicht nur als landschaftlicher Raum verstanden, sondern als strukturgebendes Element, das über sichtbare Wasserverbindungen und dezentrale „hydrologische Impulsknoten“ den Stadtraum ordnet und vernetzt.
Der Entwurf reagiert auf zentrale Herausforderungen des Standorts – darunter hohe Versiegelungsgrade, eingeschränkte Zugänglichkeit des Flusses, Hochwasserrisiken und eine geschwächte Flussidentität. Vorgeschlagen werden unter anderem neue Wegebeziehungen, eine stärkere Öffnung zum Flussraum sowie die Umwandlung versiegelter Flächen in Retentions- und Freiräume. Ökologische, funktionale und stadträumliche Aspekte werden dabei integrativ verknüpft.
Die Arbeit zählte zu den besten Abschlussprojekten des Sommersemesters 2025 und wurde vom Lehrstuhl für den Nachwuchspreis bdla Bayern nominiert. Die Preisverleihung fand am 20. Februar 2026 statt.
Weitere Informationen: