DefHeat: 19. Weihenstephaner Forum – 08.-09. Oktober
Ausstellung, Symposium, Diskussion |
DefHeat - Wie wir in Stadtlandschaft und urbaner Natur den Auswirkungen der Klimakrise entgegentreten
Das interdisziplinäre Symposium “DefHeat” findet im Rahmen des 19. Weihenstephaner Forums von 08. bis 09. Oktober 2026 statt.
„Die Natur hat der Landschaft große Vielfalt verliehen, doch der Mensch hat eine Vorliebe dafür entwickelt, sie zu vereinfachen. Damit hebt er die natürlichen Kontrollmechanismen auf, durch die die Natur die Arten im Gleichgewicht hält.“
Rachel Carson, „Silent Spring“, 1962
Die „Great Acceleration“ beschreibt den rapiden Anstieg zahlreicher sozioökonomischer und ökologischer Indikatoren seit den 1950er-Jahren – von Weltbevölkerung, Ressourcenverbrauch und Treibhausgasemissionen bis hin zu Biodiversitätsverlust und Klimaerwärmung
Vor diesem Hintergrund richtet die Veranstaltung „Def-Heat“ in der Tradition des Weihenstephaner Forums, anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Studiengangs Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung an der TUM, den Blick auf die Rolle der Disziplin in der Klimakrise.
Im Zentrum steht die Frage, wie wir mit den Methoden der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung – in Stadtlandschaft, urbaner Natur und offenen Räumen – zu Klimaanpassung und Klimaschutz beitragen können. Aus der ehemals vorrangig gestalterisch ausgerichteten Disziplin ist eine krisenrelevante Systemwissenschaft geworden, die stadtökologische, sozialräumliche und ressourcenbezogene Zusammenhänge integriert.
Diskutiert werden unter anderem folgende Themen:
- Klimaanpassung in dichten Städten: Kühlung, Entwässerung und Reduktion urbaner Hitzeinseln
- Gestaltung bewohnbarer Quartiere unter extremen Hitzebedingungen und Vermeidung „thermischer Ungerechtigkeit“
- Strategien gegen Biodiversitätsverlust in Stadt- und Kulturlandschaften
- Ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen im Freiraum
- Gesellschaftliche Wandlungsprozesse und die Frage: Wem gehört der öffentliche Raum?
„Def-Heat“ fragt, welche planerischen, gestalterischen und naturwissenschaftlichen Antworten die Landschaftsarchitektur gemeinsam mit benachbarten Disziplinen heute entwickeln muss, um auf die Herausforderungen der Klimakrise substanziell zu reagieren.
Die Veranstaltung wird vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum organisiert.