Schlusskritik des Masterseminars Transizioni. Casa Zigaina. Ideenstudie für eine Umnutzung an der Professur für Neuere Baudenkmalpflege.
Die Ergebnisse des Kurzentwurfs werden zusammen mit Ergebnissen aus dem Bachelorseminar Grüner wohnen. Ecology before greenwashing von 11. bis 12. Februar im Schaukasten N1 ausgestellt.
Über das Seminar:
Ausstellungen von Brasilien bis Japan, aber auch seine Lehrtätigkeit am Art Institute in San Francisco ab 1983 zeugen von der internationalen Anerkennung des neorealistischen Malers und Schriftstellers Giuseppe Zigaina (1924–2015). Seine Kollaborationen, u.a. mit Pier Paolo Pasolini (1922–1975), weisen ihn auch in künstlerischer Hinsicht als Grenzgänger aus, der sich vielfältig engagierte. Zeitlebens blieb aber sein Geburtsort Cervignano del Friuli das Zentrum seines Schaffens. Hier hatte er sich ab 1957 von dem Architekten und Hochschullehrer Giancarlo De Carlo (1919–2005), einem der wichtigsten Vertreter der Nachkriegsarchitektur in Italien, ein Wohn- und Atelierhaus nach seinen Vorstellungen entwerfen lassen.
Das Anwesen Zigainas wurde Ende 2024 von der Region Friaul-Julisch Venetien erworben. Mit dieser Eigentumsübertragung geht die Verpflichtung an die regionale Kulturbehörde Friuli-Venezia Giulia (ERPAC) über, das Andenken an Giuseppe Zigaina zu bewahren. Auf dem Gelände sollen zukünftig Ausstellungen, und Workshops veranstaltet und Residencies für Künstlerinnen und Künstler angeboten werden. Diese ersten Ideen befinden sich jedoch noch in der Abstimmung und müssen in Hinblick auf ein tragfähiges Kulturprogramm, dem Werk Zigainas aber auch den historischen und künstlerischen Wert der architektonischen Substanz und ihres Aussagegehalts definiert werden. Sie werden seitens der Verantwortlichen der Region Friaul-Julisch Venetien derzeit in einem Dialog mit lokalen Kulturinstitutionen entwickelt.
Der Kurzentwurf erfolgt auf Einladung der Region Friaul-Julisch Venetien. Bewusst werden im Sinne einer Ideenstudie Perspektiven von außen gesucht, die für die Diskussion über die Zukunft der Casa Zigaina als Anregung dienen können. Die im Rahmen des Kurzentwurfs entwickelten Konzepte und Studien werden nach Abschluss des Semesters den Verantwortlichen vorgestellt und z.B. in einer kleinen Ausstellung auch öffentlich zugänglich gemacht. Der Ort, an dem Zigaina einen Großteil seines künstlerischen Werkes geschaffen hat, soll auch neue Generationen inspirieren und dazu einladen, sich auf seine Kunst erneut einzulassen.
Wann:
Mittwoch, 11.02.26
10:00 Uhr
Wo:
Schaukasten N1 (Raum N0160)
Technische Universität München (TUM)
Nordgebäude
Theresienstr. 90
80333 München