Parity Jour Fixe Special zur Abschlussveranstaltung der Seminare
- “Power, Communication and Role Models in Architecture” (Lehrauftrag Aktuelle Fragestellungen aus Wissenschaft und Gesellschaft - Leitung WiSe 25/26: Sandra Cabrales)
- “Strollology - Spatial Choreographies” (Lehrauftrag Gender Studies in Architecture - Leitung WiSe 25/26: Henriette Lutz).
Über das Seminar Strollology - Spatial Choreographies (Henriette Lutz):
Der Kurs orientiert sich an der Theorie der Spaziergangswissenschaften von Annemarie und Lucius Burckhardt. Demnach wird (Stadt-)Landschaft als Konstrukt verstanden. Die Wahrnehmung der (gebauten) Umwelt ist abhängig von individuellen Erfahrungen, der eigenen Sozialisierung und somit auch von Bildung, Kultur, Herkunft, Geschlecht, Alter, etc. Anhand experimenteller Wahrnehmungsspaziergänge in Kombination mit theoretischen und/oder literarischen Texten, sowie eigener Feldforschung wird die Wechselwirkung geschlechtsspezifischer Perspektiven in Bezug auf Stadträume analysiert. Das forschende Gehen dient als Methode, um die alltägliche Lebenswelt zu reflektieren und kritisch wahrzunehmen. Dabei wird unter anderem, über Zugänglichkeit, Sicherheit, Sichtbarkeit und Aneignung öffentlicher Orte diskutiert. Ziel ist es, ein erweitertes Verständnis von Raum zu entwickeln, das Gender, soziale Gerechtigkeit und Diversität in der Stadtplanung und Stadtnutzung berücksichtigt.
Über das Seminar Power, Communication and Role Models in Architecture (Sandra Cabrales):
Wie wirken Narrative und Rollenbilder in der Architektur und welche Perspektiven prägen den Diskurs und die gebaute Umwelt? Dieses Seminar hinterfragt die vorherrschenden Narrative der Architektur und macht sichtbar, wie Wirkkräfte aus Kommunikation, Macht und Rollenbildern in der Disziplin Einfluss nehmen. Durch die kritische Hinterfragung von Mainstream-Perspektiven nähern wir uns einem Verständnis feministischer Architektur als Praxis, die alle Nutzer:innen einbezieht und deren Perspektiven als Auftrag für die Gestaltung der gebauten Umwelt versteht. Das Seminar verbindet theoretische Inhalte mit praktischen Übungen, Debatten und Analysen. Im Fokus stehen dabei historische und gegenwärtige Kommunikationsformen, Narrative und Stereotype, Repräsentation und Unsichtbarkeiten im architektonischen Diskurs sowie Unconscious Bias und deren Auswirkungen auf die Architektur.
Um Gleichstellung, Diversität und Inklusion in der Architekturlehre zu stärken und vermitteln, werden jedes Semester zwei Lehraufträge am Department of Architecture der TUM School of Engineering and Design (ED) vergeben.
Wann:
Freitag, 27.02.26, 17 Uhr (öffentlicher Teil)
Wo:
Schaukasten N1 (Raum N0160)
Technische Universität München (TUM)
Nordgebäude
Theresienstr. 90
80333 München