
divEFH
Systematische Diversifizierung von EFH-Gebieten als Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung
Das Projekt wird im Rahmen des TUM-Forschungscluster our.house durchgeführt, einem Verbund aus vier Professuren an der TUM, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Transformation von Einfamilienhausbeständen bearbeiten.
Der Gebäudebestand in Deutschland ist stark von Einfamilienhäusern (EFH) geprägt. Diese Wohnform ist ressourcenintensiv, häufig unterbelegt und mit sozialen sowie energetischen Herausforderungen verbunden. Auf Quartiersebene liegt ein wesentliches Problem in mangelnden Angeboten für alltägliche Bedürfnisse und in der Berücksichtigung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen – insbesondere im Hinblick auf Alter, Einkommen und Lebensstile.
In diesem Forschungsprojekt entwickelt das Forschungscluster our.house der TUM skalierbare Strategien zur ökologischen, sozialen und funktionalen Transformation bestehender EFH-Quartiere. Im Mittelpunkt steht dabei die programmatische Vielfalt auf Quartiersebene mit besonderem Fokus auf weitverbreitete, standardisierte Fertighäuser.
Der Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen untersucht die energetischen, technischen und komfortbezogenen Potenziale der Transformation bestehender Einfamilienhäuser. Ziel ist es, Maßnahmen zur energetischen Diversifizierung zu identifizieren und deren Auswirkungen auf die CO₂-Bilanz systematisch zu bewerten. Im Zentrum stehen dabei nicht nur bauliche Eingriffe wie Dämmung, Anlagentechnik und erneuerbare Energien, sondern auch deren Wechselwirkungen mit Nutzungsmustern, Komfortansprüchen und klimatischen Bedingungen.
Die Potenziale und Chancen, die sich durch die Transformationsprozesse im EFH-Bestand eröffnen, werden in einem Demonstratorgebäude der Musterhaus-Ausstellung in Fellbach sowie im Rahmen der IBA’27 präsentiert.