
Entwicklung eines lebenszyklusbasierten Befähigungs- und Qualitätssicherungskonzepts für die serielle Gebäudetechnik in Lidl-Filialen
Der Betrieb von Filialen im Lebensmitteleinzelhandel ist mit einem hohen Energieverbrauch und erheblichen Treibhausgasemissionen verbunden. Vor dem Hintergrund des Unternehmensziels von Lidl, bis 2050 Klimaneutralität bzw. Net Zero zu erreichen, ist eine kontinuierliche Reduktion des Energieverbrauchs und der Emissionen in den Filialgebäuden erforderlich. Bereits heute werden bei Lidl im Rahmen der nachhaltigen Unternehmensstrategie vielfältige Maßnahmen zur Emissionsminderung umgesetzt. Ein
zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Umstellung auf erneuerbare Energieträger und die Modernisierung der technischen Gebäudeausrüstung. Diese Modernisierung ist jedoch aufgrund der heterogenen Gebäudestrukturen der Filialen im Neubau und Bestand mit erheblichen Herausforderungen verbunden, insbesondere hinsichtlich Umrüst- und Nachrüstbarkeit, Flexibilität und Systemintegration, was eine standardisierte Umsetzung erschwert.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsvorhaben, wie ein Konzept serieller technischer Gebäudeausrüstung effizient in die heterogene Struktur der Lidl-Filialen integriert werden kann. Ziel ist die Überführung dieses Rahmenwerks in eine standardisierte Anwendung, die hohe Qualität und Effizienz im Serienprozess sicherstellt und gleichzeitig standortspezifische Anpassungen ermöglicht. Als zentrales Ergebnis wird ein standardisiertes, lebenszyklusübergreifendes Qualitäts- und Kompetenzmanagementsystem entwickelt, das Planung, Errichtung, Betrieb und Wartung der technischen
Gebäudeausrüstung auf einem hohen Qualitätsniveau absichert und somit einen Beitrag zur Dekarbonisierung von Gebäuden sowie zur Effizienzsteigerung im Filialbau und -betrieb leistet.