
Rathaus Kaiserslautern
Entwicklung von «einfach (um)bauen» Ansätzen für eine angemessene und nachhaltige Sanierung des Gebäudes
Gemeinsam mit dem TUM Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren sowie der Stadt Kaiserslautern untersuchen wir die Grundlagen für eine zukunftsfähige, minimalinvasive Generalsanierung des denkmalgeschützten Rathauses Kaiserslautern. Der von Roland Ostertag geplante Bau prägt das Stadtbild und weist inzwischen gravierende bauliche und technische Mängel auf, die eine Sanierung erforderlich machen, zugleich entspricht die bestehende Grundrissstruktur mit ihrem Büro- und Organisationskonzept nicht mehr heutigen Anforderungen an flexible Arbeitsweisen und zeitgemäße Flächennutzung. Vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltssituation und hoher Anforderungen des Denkmalschutzes steht ein behutsamer Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und Ausstattung im Mittelpunkt. Viele gestalterische Qualitäten sind noch im Originalzustand erhalten und sollen bewahrt werden. Ziel ist es, Sanierungsmaßnahmen so zu entwickeln, dass sie technisch wirksam, wirtschaftlich tragfähig und denkmalverträglich sind.
Das Projekt knüpft an die Forschung der TU München rund um „einfach bauen“ und „einfach (um)bauen“ an. Das Rathaus Kaiserslautern bietet als typische Bürogebäude-Typologie der 1960er Jahre eine hohe Übertragbarkeit: vergleichbare Gebäude weisen häufig unzureichenden Wärmeschutz, zahlreiche Wärmebrücken sowie Defizite bei Komfort und Luftqualität auf. Hinzu kommen Flächen- und Organisationskonzepte, die nicht mehr zu heutigen Anforderungen an Zusammenarbeit und Verwaltung passen. Im Fokus steht die Untersuchung und Evaluierung minimalinvasiver Sanierungsstrategien unter Berücksichtigung von Typologie, Konstruktion, Gebäudetechnik sowie Büroorganisation und insbesondere ihrer gegenseitigen Abhängigkeiten.