Entwicklungsstrategie Churer Rheintal Nord
Eine im Wandel begriffene Landschaft

Master Thesis ULS · Sommersemester 2015 · Jan Stadelmann
Das Rheintal befindet sich seit Jahrhunderten in einem tiefgreifenden Wandel, der durch verschiedene raumwirksame Prozesse geprägt wird. Das ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Flusstal entwickelt sich zu einer dispersen Gemengelage aus Siedlungen, Infrastruktur, Kulturlandschaft und Flussraum. Entsprechend wird der stark fragmentierten Landschaft in der öffentlichen Wahrnehmung nur wenig Bedeutung beigemessen, und ihre landschaftliche Typologie lässt sich kaum benennen.
Die Entwicklungsstrategie für das nördliche Churer Rheintal versteht diesen Wandel als Eigenheit und identitätsstiftendes Merkmal des Raums. Sie gliedert sich in zwei Handlungsfelder. Zum einen werden landschaftsräumliche Defizite, die aus abgeschlossenen Prozessen wie dem Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen oder der Rheinkorrektur resultieren, durch gezielte Maßnahmen behoben oder gemildert. Zum anderen richtet sich der Fokus auf die fortlaufenden Prozesse der Materialflüsse. Durch deren gezielte Modifizierung entstehen neue landschaftliche Qualitäten, gleichzeitig werden Synergien mit weiteren Nutzungsansprüchen an den Landschaftsraum geschaffen.
Publikationen
- Anthos 4/2017: Hochwasserschutz. Zeitschrift für Landschaftsarchitektur. Ast + Fischer AG, hrsg. vom BSLA – Bund Schweizer Landschaftsarchitekt:innen und Landschaftsarchitekten.
- Masterthesis: Entwicklungsstrategie – Churer Rheintal Nord. Online verfügbar unter: Issuu





