Small Heath, Birmingham, England

Master Regelthesis Wohnen und Arbeiten am Ort

Die klare, örtliche Trennung von Arbeiten und Leben/Wohnen verschwimmt wieder zusehends. Wieder, denn in früheren Zeiten waren Arbeits- und Lebenswelt fast unumgänglich ein und dasselbe.

Wiederum gezwungener Maßen führen aktuelle Entwicklungen, wie im Zuge der Corona Pandemie, ebenfalls in diese Richtung. Doch gibt es darüber hinaus gute Gründe für das Arbeiten und Wohnen in örtlicher Einheit. Post-industrielles Zeitalter, das Hinterfragen ungebremster Mobilität und Transport und dessen ökologische und soziale Bilanz, Work-Life-Balance, die technischen Voraussetzung und Kommunikationsmittel des Homeoffice, Konzepte wie die 15-Minuten-Stadt oder die produktive Stadt/Region sind hier beispielsweise anzuführen.

Ganz grundsätzlich entstehen unter dem Wunsch nach mehr Lebensqualität und nachhaltiger Lebensführung, Bedürfnisse für ein vitales, identitätsstiftendes und nahes Wohnumfeld, welches die Arbeit an Ort und Stelle zu integrieren vermag - und vice versa.

Architektonisch stellt sich die Frage, wie diese zwei Nutzungen in Einklang gebracht werden könnten wie beispielsweise Lärm und Dichte und darüber hinaus, wie in bereichernder Weise für den Ort und deren Menschen, ein Mehrwert geschaffen werden könnte. Aspekte der Effizienz, Synergie, Nachhaltigkeit und sozialer Nähe würden durch kluge Fügung der Wohn-und Arbeitswelt greifbar. Das Wiederaufgreifen dieser Jahrtausende alten Paarung von Wohnen und Arbeiten am Ort und dessen regionaltypische und typologische, konstruktive und atmosphärische Weiterentwicklung könnten nicht zuletzt auch einen wichtigen baukulturellen Beitrag leisten.


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Info + Kontakt: Benedict Heidecker