Dr. Torsten Lange

Vita

Torsten Lange (*1979, lebt in Zürich). Er studierte Architektur sowie Geschichte und Theorie der Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar und der Bartlett School of Architecture/UCL in London. Dort schloss er 2015 seine Dissertation ab, die sich mit den theoretischen Ambitionen und praktischen Zwängen „komplexer Umweltgestaltung“ im Kontext spätsozialistischen Urbanismus und Massenwohnungsbaus in der ehemaligen DDR auseinandersetzte. Zu diesem Thema erschienen Artikel und Beiträge in Sammelbänden wie Industries of Architecture (Routledge, 2016) und Produktionsbedingungen der Architektur (Thelem, 2018); darüber hinaus koordinierte er im Rahmen seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent an der Titularprofessur für Architekturtheorie Prof. Dr. Akos Moravanszky am Institut gta, ETH Zürich, ab 2013 das Tagungs- und Publikationsprojekt East West Central: Re-Building Europe, 1950–1990 (Birkhäuser, 2017). Angeregt durch sein Engagement in institutionspolitischen Debatten zu Chancengleichheit, Diversität und Inklusion in der Architektur (am Architekturdepartement der ETH Zürich und darüber hinaus) konzentrierte sich seine Forschungs- und Lehrtätigkeit seit 2017 zunehmend auf Fragen von Geschlecht, Sexualität und Körper. Im Sommer 2019 arbeitete er als Research Fellow am Canadian Centre for Architecture in Montréal im Rahmen des Projektes „Queer Ecologies of Care“ zur Geschichte sozialer Infrastrukturen der LGBTIQ+ Community in Toronto zwischen dem Aufkommen des schwul-lesbischem Aktivismus in den späten 1960er und der HIV/AIDS-Krise in den 1980-1990er Jahren. Gemeinsam mit Lucia C. Perez-Moreno ist er Initiator und Mitherausgeber einer Sondernummer der wissenschaftlichen Zeitschrift Architectural Histories (EAHN) zum Thema “Architectural Historiography and Fourth Wave Feminism”. Aktuell ist er als Gastdozent an der ETH tätig und parallel dazu im Studienjahr 2019/20 August-Wilhelm Scheer Gastprofessur an der TU München.

Publikationen und Vorträge