Professur für Conservation of Architectural Surfaces

Die Professur für Conservation of Architectural Surfaces befindet sich in der Oettingenstraße 15 in München und ist Teil des Department of Architecture der TUM School of Engineering and Design. Sie teilt sich Räumlichkeiten und Forschungseinrichtungen mit dem Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der Technischen Universität München und fördert so eine enge Zusammenarbeit in einem stark integrierten akademischen Umfeld. Die gemeinsame Präsenz der Restaurierungsateliers des Bayerischen Nationalmuseums und der Archäologischen Staatssammlung im selben Gebäude schafft ein lebendiges Umfeld, das einen kontinuierlichen Austausch zwischen akademischer Forschung und konservatorischer Praxis ermöglicht.
Die Professur widmet sich der Konservierungswissenschaft mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Erhaltung von Architekturoberflächen in Forschung und Lehre. Ihre Arbeit basiert auf einem integrativen und interdisziplinären Ansatz an der Schnittstelle von Konservierung-Restaurierung, Architektur und Materialwissenschaften, wobei Methoden und Perspektiven aus den Naturwissenschaften und dem Ingenieurwesen einfließen.
In Anbetracht des inhärent multidisziplinären Charakters der Konservierung-Restaurierung von Architekturoberflächen fördert die Professur aktiv die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen und Institutionen innerhalb der Wissenschaft – innerhalb und außerhalb der TUM – sowie mit Museen, wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und Denkmalschutzbehörden auf nationaler und internationaler Ebene. Dieser Ansatz spiegelt sich in der interdisziplinären Zusammensetzung des Forschungsteams und dessen starkem Engagement in gemeinsamen Forschungsprojekten wider.
Architekturoberflächen zeugen von historischen, sozialen und technologischen Entwicklungen von der Antike bis zur Gegenwart. Die Professur befasst sich mit Oberflächen von antiken Fassaden bis hin zu zeitgenössischen Gebäuden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert liegt – einer Zeit, die durch die Einführung neuer halbsynthetischer und synthetischer Materialien, innovativer Bautechnologien und experimenteller künstlerischer Ansätze geprägt war, die beispiellose Herausforderungen für die Konservierung mit sich bringen.
Die aktuelle Forschung konzentriert sich auf:
- Kunststoffe und polymerbasierte Materialien in der Architektur
- Moderne und zeitgenössische Fassaden, einschließlich Hausanstriche, Wandmalereien, Graffiti, Street und Urban Art sowie andere künstlerische Oberflächengestaltungen
- Synthetische Materialien und Methoden zur Konservierung von Wandmalereien
Ein wichtiger Partner im Forschungsnetzwerk ist das insiTUMlab, die analytische Infrastruktur des Lehrstuhls für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft. Mit Hilfe zerstörungsfreier, vor Ort einsetzbarer und tragbarer Analysetechniken untersucht die Professur Architekturoberflächen im historischen und modernen Kontext, wobei der Schwerpunkt auf der Materialcharakterisierung und den Degradationsmechanismen liegt. Die Verknüpfung von Materialeigenschaften mit Alterungsprozessen ermöglicht die Entwicklung von Erkenntnissen, die langfristige Konservierungsstrategien unterstützen.
Durch forschungsorientierte Lehre, interdisziplinäre Zusammenarbeit und enge Zusammenarbeit mit der Konservierungswissenschaft fördert die Professur für Conservation of Architectural Surfaces die Erhaltung des architektonischen Erbes und bestehender Gebäude von kultureller, historischer, industrieller und künstlerischer Bedeutung und fördert Wissen, das deren Relevanz für heutige und zukünftige Generationen erhöht.