SUBURBIA. Träume vom Eigenheim – Wege aus der Wohnungskrise
Ausstellung | 21. März – 18. Oktober 2026
Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main
Kuratorisches Team
- Jorun Jensen (DAM)
- Valerie Kronauer (TUM)
- Jan Engelke (TUM)
- Rosanna Umbach (MSI)
Der »American Way of Life« hat sein Ideal vom Einfamilienhaus in der Vorstadt international verbreitet. Mit saftigem Rasen, blauem Pool und Doppelgarage inszeniert es die Vorteile des Lebens im Speckgürtel der Großstadt. Ein vermeintlich perfekter Ort, um die Kinder großzuziehen: grün, friedlich, ruhig und sicher. Das Einfamilienhaus ist die dort verbreitetste Wohnform und der architektonische Inbegriff der US-amerikanischen Lebensweise. Es spielt kaum eine Rolle, dass die Vorstädte von homogenen Gruppen bewohnt werden, von ständigem Autofahren abhängig sind, gesellschaftliche Ungleichheiten verstärken und Privilegien schützen. Der Traum der amerikanischen Suburbs ist wirkmächtig. Obwohl er immer wieder kritisiert wurde, wird er durch die aktuelle US-Politik wieder verstärkt.
Jahrzehntelang wirkten diese Wohnträume in Film, Literatur, Fernsehen und Werbung gleichermaßen faszinierend und befremdlich. Auch in Deutschland lebt etwa die Hälfte der Menschen im Eigenheim. Suburbia taucht ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt und erzählt parallel eine Geschichte des Einfamilienhaus-Booms der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen. Eine Bibliothek der Hefte der 1960er- und 1970er-Jahre lädt ein zum Blättern durch die Wohnwelten der bundesdeutschen Nachkriegszeit, ihre politischen Hintergründe, Familienideologien und Konsumwelten.
Doch vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das Versprechen von Freiheit und Wohlstand in den Vorstädten in Frage. Wie sieht also die Zukunft des Einfamilienhauses aus? Häufig nur von ein oder zwei Personen bewohnt, birgt der Bestand ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhaus-bestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise: Durch energetische Sanierung und gezielte Erweiterung der Wohnfläche könnte auch im Umfeld von Frankfurt am Main erheblicher und bitter benötigter neuer Wohnraum entstehen.
Suburbia ist eine Ausstellung vom Centre de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB) und dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Kooperation mit dem Forschungscluster our.house der TU München sowie mit einem Beitrag des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen, Mariann Steegmann Institut, Kunst & Gender, Bremen.
BACK TO THE FUTURE Umbau als Neuverhandlung
BA/MA Projekt | Schlusstestat
Das Entscheidende wird nicht erfunden, sondern im Bestand entdeckt – im Ort, in der Struktur, in den Materialien. Umbau heißt Transformation: ein Austarieren von Erhalt, Veränderung und Neubeginn. In dieser Schlusskritik werden die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit dem Umbau eines Institutsgebäudes zu einem Wohngebäude gezeigt.
Die Professur lädt zum Schlusstestat am 3.2.26 von 9-17 Uhr im Raum 4160.
Gastkritikerin: Michaela Türtscher
Entwurfsbetreuung: Matthias Ackstaller, Stefan Gruhne, Valerie Kronauer, Mascha Eva Zach
EIN HAUS – WIE VIEL WOHNEN? Neue Wege für das Einfamilienhaus
Ausstellung | 24. und 25. Juli 2025
Die Ausstellung “EIN HAUS – WIE VIEL WOHNEN? Neue Wege für das Einfamilienhaus” widmet sich der Transformation des Einfamilienhausbestands. Wie lassen sich Einfamilienhäuser baulich, sozial und gestalterisch nachhaltig weiterentwickeln? Neben räumlichen und gestalterischen Potenzialen wird der rechtliche Status quo hinterfragt – mit Blick auf Bauordnungen, Nutzungsformen und Eigentumsstrukturen – und neu verhandelt.
Die gezeigten Arbeiten entstanden im Wintersemester 2024/25 und Sommersemester 2025 an der Professur für Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege der TU München. Die Studierenden analysierten das Einfamilienhaus als bauliche, soziale und kulturelle Typologie jenseits von Klischees – mit Blick auf die komplexe Realität des Bestands.
Die Ausstellung macht deutlich: Das Einfamilienhaus ist kein Auslaufmodell, sondern ein Umbaufall. Architektur kann hier mehr leisten als Flächenoptimierung: Sie kann Wohnformen neu verhandeln, Orte öffnen, Strukturen reparieren – und damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft des Wohnens leisten.
Die Ausstellung ist zur Eröffnung am 24.7.2025 ab 18 Uhr sowie am 25.7.2025 von 12 bis 19 Uhr zu sehen (Galerie DON, Luisenstraße 49).
METALOGIEN²
BA 4. Semester | Schlusstestat
Durch Überlagern und Kreuzen von Gebäudepaaren wurden Typologien transformiert: Bankgebäude wurden zu Wohnhäusern. Hierbei loteten die Studierenden aus, welche potentiellen Probleme beim Transformieren entstehen und wie man diese entwerferisch beantworten kann.
Die Professur lädt zum Schlusstestat am 21.7.25 von 11-17 Uhr im Raum 4160.
Gastkritik: Gerd Wetzel
Entwurfsbetreuung: Prof. Andreas Hild, Stefan Gruhne, Valerie Kronauer, Sonya Nanami Fritz, Ruben Winter
20%+X | Ein-Zwei-Drei-Familien?-Häuser?
MA-Projekt | Winter 24/25
Das Einfamilienhaus – eine Typologie, die hinter Klischees der Vorstadt-Spießigkeit, Nachbarschafts-Streitereien und Gartenzwerg-Geschmacklosigkeiten häufig in den Hintergrund tritt. Dabei haben wir in Deutschland über 16 Millionen dieser Häuser. In Anbetracht von Klimakrise, Wohnraummangel, demografischem Wandel und steigenden Kosten birgt dieser enorme Gebäudebestand einen relevanten Hebel. Wir wollen dieses Semester Fragen stellen und gemeinsam eigene Antworten für den Umgang mit diesem riesigen Baubestand finden. Gestalterisches Vokabular in Form von Referenzen finden wir dieses Jahr direkt vor Ort – in den Einfamilienhaus-Gebieten dieser Stadt.
Korrekturen finden dienstags im Studio statt, Testate zusätzlich mit Professor Hild etwa im Dreiwochen-Rhythmus. Neue Übungen werden i. d. R. ebenfalls dienstags ausgegeben/besprochen.
Entwurfsbetreuung: Prof. Andreas Hild, Stefan Gruhne, Valerie Kronauer, Simon Martini, Mascha Zach
Einführung in den Entwurf: Dienstag, 15.10.24, 10 Uhr, am Lehrstuhl, Raum 4160
Der Entwurf wird in Zweiergruppen bearbeitet; hierbei wird das Arbeiten im Studio vorausgesetzt.
[Neuperlach]
Schlusskritik
Neun Entwurfsprojekte gehen der Frage nach, wie sich die Wohnungen in Großwohnsiedlungen wie Neuperlach nicht nur unter energetischen Gesichtspunkten sondern auch in sozialer und räumlicher Hinsicht nachhaltig transformieren lassen.
Die Professur lädt zur Schlusskritik am 16.7.24 von 10-13 Uhr im Raum 4160.
Gastkritik: Nicola Borgmann (Architekturgalerie München)
Entwurfsbetreuung: Prof. Andreas Hild, Barbara Brinkmann, Stefan Gruhne
METALOGIEN
Schlusskritik
Durch Überlagern und Kreuzen von Gebäudepaaren werden Typologien transformiert: Büros zu Wohnhäusern, Parkhäuser zu Schulen. Hierbei wird ausgelotet und erfahren, wo Probleme beim Transformieren entstehen und wie man diese entwerferisch beantworten kann.
Die Professur lädt zur Schlusskritik am 15.7.24 von 14-18 Uhr im Raum 4160 sowie anschließendem Ausklang mit Apéro vor dem Heizkraftwerk ein.
Entwurfsbetreuung: Prof. Andreas Hild, Barbara Brinkmann, Valerie Kronauer, Simon Martini
[Neuperlach] | Wohnen weiterbauen in Neuperlach
MA-Projekt | Sommer 24
An ausgewählten Adressen in Neuperlach sollen die bestehenden Gebäude im Sinne einer Nachverdichtung erweitert werden.
Korrekturen finden dienstags im Studio statt, Testate zusätzlich mit Professor Hild etwa im Dreiwochen-Rhythmus. Neue Übungen werden i. d. R. ebenfalls dienstags ausgegeben/besprochen.
Entwurfsbetreuung: Prof. Andreas Hild, Barbara Brinkmann, Stefan Gruhne
Einführung in den Entwurf: Dienstag, 16.4.24, 10 Uhr, am Lehrstuhl, Raum 4160
Der Entwurf wird in Zweiergruppen bearbeitet; hierbei wird das Arbeiten im Studio vorausgesetzt.
Metalogien | Entwerfen und Gebäudetypologie
BA-Projekt 4. Semester | Sommer 24
Durch Überlagern und Kreuzen von Gebäudepaaren werden Typologien transformiert: Büros zu Wohnhäusern, Parkhäuser zu Schulen. Hierbei wird ausgelotet und erfahren, wo Probleme beim Transformieren entstehen und wie man diese entwerferisch beantworten kann.
Entwurfsbetreuung: Prof. Andreas Hild, Barbara Brinkmann, Valerie Kronauer, Simon Martini
Einführung in den Entwurf: Montag, 15.4.23, 14 Uhr, am Lehrstuhl, Raum 4160
Der Entwurf wird in Dreiergruppen bearbeitet; hierbeit wird das Arbeiten im Studio vorausgesetzt.
Hyperperlach | Wohnen weiterbauen in Neuperlach
MA-Projekt im Wintersemester 23/24
An ausgewählten Adressen in Neuperlach sollen die bestehenden Gebäude im Sinne einer Nachverdichtung erweitert werden. An die außenliegenden Treppenhäuser werden hierzu Trakte geplant, die in der Ausgestaltung von Grundriss über den Schnitt bis zur Fassade einen eigenständigen Charakter aufweisen können/sollen. Hierbei soll ausgelotet werden, wie viel Prozent Geschossfläche dem Bestand hinzugefügt werden können (mindestens 50% plus), um den größtmöglichen Gewinn für diesen darzustellen bei gleichzeitig möglichst wenig Beeinträchtigung der Bestandswohnungen.
Korrekturen mit den AssistentInnen finden mittwochs im Studio statt, Testate zusätzlich mit Professor Hild etwa im Zweiwochen-Rhythmus. Neue Übungen werden i. d. R. ebenfalls mittwochs ausgegeben/besprochen.
Entwurfsbetreuung: Andreas Hild, Barbara Brinkmann, Stefan Gruhne, Valerie Kronauer, Khaled Mostafa
Einführung in den Entwurf: Dienstag, 17.10.23, 14 Uhr, am Lehrstuhl, Raum 4160
Der Entwurf wird in Zweiergruppen bearbeitet; hierbei wird das Arbeiten im Studio vorausgesetzt.
Stand 6.10.23
resurrectio | Auferstehung des Timofej-Kirchleins
BA-Projekt / BA-Thesis im Wintersemester 23/24
Die Ost-West-Friedenskirche von Väterchen Timofej am Münchener Oberwiesenfeld (Olympiapark) ist am 11. Juni 23 vollständig niedergebrannt. Der „charmanteste Schwarzbau Münchens“ (Zitat Christian Ude) soll am ehemaligen Ort in ähnlicher Kubatur wiedererrichtet werden. Auf Basis der Referenzenlehre werden Entwürfe für einen Ersatzbau erarbeitet. Hierzu empfiehlt sich auch der Besuch der Vorlesung von Professor Hild und der Erwerb des begleitenden Buchs bzw. Skripts.Der Entwurf wird bis ins Detail ausgearbeitet.
Korrekturen mit den AssistentInnen finden dienstags im Studio statt, Testate zusätzlich mit Professor Hild etwa im Zweiwochen-Rhythmus. Neue Übungen werden i. d. R. mittwochs ausgegeben/besprochen.
Entwurfsbetreuung: Andreas Hild, Barbara Brinkmann, Stefan Gruhne, Valerie Kronauer, Khaled Mostafa
Einführung in den Entwurf: Dienstag, 17.10.23, 10 Uhr, am Lehrstuhl, Raum 4160
Der Entwurf wird in Zweiergruppen bearbeitet; hierbei wird das Arbeiten im Studio vorausgesetzt.
Stand 6.10.23







