Verbundprojekt PartEEnschaften: Transformative Partizipation für Erneuerbare Energie-Landschaften - Wertschöpfung, Beteiligung Akzeptanz
Das Projekt befindet sich in der Abschlussphase und ist, bis auf eine noch ausstehende Bürgerveranstaltung, weitgehend abgeschlossen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse werden derzeit konsolidiert und für die Berichterstattung aufbereitet. Der Abschlussbericht, in dem die im Projekt erarbeiteten Handlungsoptionen zur Beschleunigung der Energiewende und regionaler Transformationsprozesse dokumentiert werden, soll im kommenden Jahr veröffentlicht werden.
Einladung: Bürgergruppe präsentiert Ideen für die Energiewende auf der Schwäbischen Alb
Wie könnte der Ausbau erneuerbarer Energien auf der Schwäbischen Alb gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich in den vergangenen Monaten die Bürgerkerngruppe in der Alb. In mehreren Workshops entwickelten die Teilnehmenden eigene Konzepte und diskutierten unterschiedliche Szenarien für eine erfolgreiche und landschaftsgerechte Energiewende.
Die Ergebnisse dieser Arbeit werden am 03. September 2026 um 18:00 Uhr in der Kulturhalle Süßen vorgestellt. Darüber hinaus werden Ergebnisse aus Befragungen und Interviews zum Ausbau erneuerbarer Energien in der Region präsentiert.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Einblicke in die Perspektiven engagierter Bürger:innen zu erhalten, die sich unabhängig von formellen Planungsverfahren mit der Zukunft der Energiewende in ihrer Region auseinandergesetzt haben.
Termin: 03.09.2026, 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Ort: Kulturhalle Süßen, Sommerauweg 11, 73079 Süßen
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung wird erbeten: florian.mueller@medicalschool-hamburg.de oder per Telefon Montag – Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr unter 040 – 3612264 9396.
Die finalen Kerngruppen-Entwürfe
Projektbeschreibung
Die Energiewende wird zunehmend als strukturrelevant in der Transformation von Regionen erkannt. Insbesondere von fossiler Energiegewinnung oder energieintensiver Produktion geprägte Regionen müssen hierzu sektorenübergreifende energetische Systeme und räumliche Kulissen entwickeln, die über die bisher in der Öffentlichkeit primär wahrgenommene ‚Selbstversorgung‘ im Stromsektor weit hinausgehen. Die Verfügbarkeit klimaneutraler Energieversorgung rückt als wirtschaftlicher Standortvorteil auch in die öffentlichen Debatten (‚Tesla-Effekt‘, Batterieherstellung, Intel-Ansiedlung).
Klimaschutz, Strukturwandel und internationale Wettbewerbsfähigkeit erfordern eine Beschleunigung der Transformation des Energiesektors. Diese Beschleunigung kann nachhaltig nur gelingen, wenn die demokratische Grundstruktur nicht durch negative Narrative geschwächt, sondern durch positive Identifikation, Verantwortungsübernahme und Beteiligung gestärkt wird. Die aktuelle Planungskultur sieht zwar entsprechend demokratische Beteiligungsmöglichkeiten vor. Sie begünstigt dabei jedoch ungewollt negative Narrative: In Aufstellungsverfahren zu Regional- und Flächennutzungsplänen können Bürger:innen in den formellen Öffentlichkeitsbeteiligungen zwar individuelle "Einwendungen" vorbringen. Nicht eingebracht werden können bisher dagegen Zustimmungen und positive Gestaltungskonzepte, die aus der Bürgerschaft heraus in einem kollektiv legitimierten, kommunikativen Prozess entwickelt sind. Entsprechend können in der behördeninternen Abwägung negativ abwehrende, nicht aber positiv gestaltende Argumente berücksichtigt werden; keine gesamträumlichen Konzepte, sondern nur partikulare Belange und Interessen. Der Abwägungsprozess fördert damit unbeabsichtigt negative Emotionen bei Betroffenen, negative Narrative können sich verfestigen und soziale Repräsentation der Energiewende überproportional definieren, negative soziale Normen suggerieren. Bisher ist hiervon insbesondere der Windenergieausbau betroffen, weitere Konfliktfelder zeichnen sich ab, sind mit zunehmender Intensität der Energiewende und der mit ihr verbunden Transformation zu erwarten.
Durch die formellen Einwendungen der Bürgerbeteiligung bleiben positive Beiträge für die Begründung von sogenannten 'weichen' Abwägungskriterien und -entscheidungen sowie gesamträumlichen Planungskonzepten überwiegend unberücksichtigt. Die daraus resultierende Schwäche der Konzepte ist ein häufiger Grund für die gerichtliche Aufhebung von Regional- und Flächennutzungsplänen und ein erheblicher Faktor bei der Verzögerung der Energiewende und Transformation von Regionen.
Übergeordnetes Ziel des vorliegenden Projekts ist es, übertragbare Handlungsoptionen für die Beschleunigung der Energiewende und regionale Transformationsprozesse abzuleiten.
Verbundpartner:innen
. MSH Medical School Hamburg (MSH) - Projektkoordination
. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
Assoziierte Projektpartner:innen
SACHSEN
. Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
. Regionale Planungsverbände
. Oberlausitz-Niederschlesien (RPV-OS)
. Leipzig-Westsachsen (RPV-LW)
. VBH Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH
BADEN-WÜRTTEMBERG
. Verband Region Stuttgart
. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
. Energieversorgung Baden-Württemberg EnBW, Michael Soukup
BUNDESWEIT UND INTERNATIONAL:
. Institut für Strukturwandel und Nachhaltigkeit (HALIS)
UNTERAUFTRAGNEHMER
. GICON-Großmann Ingenieur Consult





