Forschungsfeld Neue Energielandschaften
Energiegewinnung verändert Landschaft. Im Vergleich zu den „Eroberungen der Landschaft“ (Blackbourn) in den vergangenen Jahrhunderten bis heute bringen die erneuerbaren Energien keine grundlegend neuen Landschaften hervor, verändern aber deutlich ihre Bilder und Bedeutungen. Landschaftsästhetik wird zum Kampfbegriff in Zukunftsdiskursen. Es kommt darauf an, erneuerbare Energien - Kulturen, Windräder und Solarflächen - mit der vorhandenen Landschaft ästhetisch und strukturell zu verbinden.

20.04.2026 Chinesische Übersetzung von ‘Windenergie und Landschaftsästhetik’ veröffentlicht
Das richtungsweisende Buch von Sören Schöbel aus dem Jahr 2012 erscheint nun bei Tongji University Press als chinesische Übersetzung.
Aus dem Vorwort: “[…] China ist in kürzester Zeit zum Land mit den meisten Windrädern aufgestiegen: während sich in Deutschland vor allem die Leistung des Anlagenbestandes auch durch Repowering etwa verdreifacht hat, dürfte sich die Leistung in China allein durch den Zubau neuer, moderner Anlagen verzehnfacht haben […]. Die Aufgabe, die das Buch im Jahr 2012 beschrieben hat, soll es daher sein, die gewachsenen Kulturlandschaften nicht als Museen zu behandeln und vor den Veränderungen auch durch Windräder zu schützen, sondern sie mit den neuen Elementen so weiterzuentwickeln, dass die natürlichen und geschichtlichen Strukturen und Spuren der Landschaft aufgegriffen werden.”
Übersetzungsteam: Qi Huang, Technische Universität München; Jinjin Guan, East China University of Science and Technology; Mengyixin Li, Beijing University of Civil Engineering and Architecture
ISBN 978-7-5765-1900-6