Entwurfslabor Wallersdorf
Projekt Entwurf, 2016

Das Entwurfslabor Wallersdorf setzte auf die Nutzung und Weiterentwicklung des Bestands durch innovative Wohnformen, um die Lebens- und Umfeldqualität im gesamten Ortsbereich zu verbessern. Damit reagierte das Entwurfslabor auf festgestellte räumliche Defizite und setzte die Möglichkeiten der sich durch den Logistikstandort wandelnden Nachfragesituation nach Wohnraum in Projektbeispiele zu innovativen Wohnformen um. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf demografische Faktoren gelegt. Für unterschiedliche Bevölkerungs- und Altersgruppen wurden sehr differenzierte Wohnanforderungen festgestellt, die – wenn umgesetzt – eine Umnutzung identitätsstarker und ortsbildprägender Baustrukturen sowie die bessere räumliche und funktionale Verklammerung des Ortskerns mit den Randlagen ermöglichten. Hierzu griffen Maßnahmen zur Verbesserung des Freiraums ebenso wie des baulichen Bestands auf der Basis eines Entwicklungskonzeptes ineinander. Es wurde versucht, sich auf mehreren Ebenen mit unterschiedlichen Ansätzen in den Ort hineinzudenken und aufzuzeigen, wie eine zukünftige Belebung und Bewohnbarkeit gesichert werden kann. Beispielhaft diskutierten die Studierenden in Entwurfsprojekten mögliche Lösungen.
Die Aufarbeitung der Erfolgsfaktoren für Wallersdorf benannte vier zu bewältigende Schlüsselthemen und leitete daraus Prinzipien für den Übertrag auf weitere Bestände ab. Während die bessere Integration der Raumstruktur durch Maßnahmen in Freiraum und Mobilität im Gesamtort mehrheitlich öffentliche Belange betraf, konnte die Erneuerung des Kernumfeldes („Donut“) nur durch Vereinbarungen zwischen öffentlichem und privatem Handeln gelingen. Während die Wohnraumthematik als inhaltlicher Treiber dieser Entwicklung wirken konnte, waren es vor allem die Höfe und hofartigen Strukturen, die im Umbau auch weiterhin dem Ort ein starkes ortstypisches Gepräge verleihen konnten.
Ergebnisse
Abbildungen ohne eindeutige Namensnennung wurden vom Lehrstuhl sustainable urbanism der TU München erstellt oder zeigen einen Vergleich verschiedener Entwürfe der unten genannten Studierenden.
Die gesamte Dokumentation des Projektes kann am Lehrstuhl als Broschüre erworben werden. Mehr Informationen finden Sie unter Publikationen.
Studierende
Lukas Alber, Constantin Boes, Lucile Bitz, Alexander Florea, Theresa Friedrich, Nicole Garcia Vogt, Julian Goletz, Johannes Hemmelmann, Vanessa Hess, Jingjing Jiang, Sophie Kuijpers, Isabel Jana Maier, Justinas Malinauskas, Noémie Mourre, Julian Numberger, Anastasia Oksiukovska, Lieve van der Putte, Claudia Schulte, Julia Ulrich, Matthias Wolter, Yungmeng Zhang, Qing Zheng





