baukultur: fokus land
Projektinfo und Download Abschlussbericht
Vergleichende Betrachtungen ausgezeichneter Beispielorte im Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis Ableitungen für die Förderung der Baukultur in ländlichen Gemeinden im Rahmen von Projekten der Ländlichen Entwicklung in Bayern
Baukultur ist insbesondere in ländlichen Räumen ein wesentlicher Indikator für eine nachhaltige Erneuerung. Sie entsteht aus Regionen, Orten und Gemeinschaften selbst und geht weit über die Wertschätzung historischer Bausubstanz oder zeitgenössischer Architektur hinaus. Als Kulturgut steht Baukultur für gemeinschaftliche Werte, die Stärkung regionaler Identität und räumlicher Qualitäten sowie für den nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Sie ist als ganzheitliche und ressortübergreifende Aufgabe zu verstehen, die gleichermaßen Raum-, Ressourcen- und Prozessqualitäten in den Mittelpunkt stellt.
Zwischen 2015 und 2017 untersuchte der Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land der Technischen Universität München im Auftrag der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung beispielhafte Gemeinden in Graubünden, Appenzell, Südtirol, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, West-Luxemburg sowie in Nieder- und Oberbayern. Ziel der Untersuchung war es, die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer gelebten Baukultur in ländlichen Gemeinden zu analysieren.
Im Mittelpunkt standen Projekte mit hoher räumlicher und gestalterischer Qualität, der Umgang mit lokalen Ressourcen sowie die Akteurinnen und Akteure, Instrumente und Verfahren des Planens und Bauens. Auf dieser Grundlage wurden Übertragungsmöglichkeiten für die Ländliche Entwicklung in Bayern untersucht und diskutiert.
Die Auswahl der Fallbeispiele erfolgte im Rahmen der Lehr- und Forschungstätigkeit des Lehrstuhls sowie auf Grundlage der Wettbewerbe um den Europäischen Dorferneuerungspreis der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung.
Auftraggeber
Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung
Herausgeber
Technische Universität München
Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land
Prof. Mark Michaeli, Architekt ETH SIA
Bearbeitung
Dipl. Ing. Nadja Häupl
